Häufige Fragen / FAQ

Was muss ich tun, um Logopädie zu erhalten?

Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt. Dieser entscheidet, ob eine logopädische Therapie notwendig ist.
Verschiedene Ärzte können eine logopädische Therapie verordnen. Im Wesentlichen sind dies:

  • Kinderärzte
  • HNO- Ärzte
  • Phoniater
  • Neurologen
  • Internisten
  • Allgemeinmediziner
  • Kieferorthopäden
  • Zahnärzte
Habe ich einen Anspruch, logopädische Therapie zu bekommen?

Anspruch nach dem SGB IX
Nach § 26 Abs. 2 Nr. 4 Sozialgesetzbuch (SGB) IX umfassen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation Heilmittel einschließlich Sprach-, Beschäftigungs- und physikalischer Therapie. Damit ist gesetzlich geregelt, dass Logopädie zu den Leistungen der medizinischen Rehabilitation gehört. Auf Logopädie besteht ein Anspruch, wenn die Voraussetzungen für die Leistungsgewährung vorliegen.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, der aus medizinischer Sicht entscheidet, ob ein logopädischer Therapiebedarf vorhanden ist.

Wie sieht die logopädische Arbeit aus?

Unter Berücksichtigung medizinischer, pädagogischer und psychologischer Kenntnisse findet ein ausführliches Anamnesegespräch mit dem Patienten und (vor allem bei Kindern) auch mit den Angehörigen statt. Anschließend erfolgt die, dem Störungsbild entsprechendene, Untersuchung. Aufgrund dieser logopädischen Diagnose wird ein individueller Therapieplan erstellt. Um die Behandlung wirksam zu gestalten, wird in der logopädischen Therapie systematisch und in kleinen Schritten gearbeitet. Dabei werden alle Sinne/Wahrnehmungsbereiche angesprochen und gefördert. Die Therapie wird in Einzelsitzungen, falls erforderlich auch in Gruppensitzungen durchgeführt.

Wie viele logopädische Behandlungen bekomme ich verordnet?

Eine logopädische Behandlung muss in jedem Fall ärztlich verordnet werden. Unabhängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind, ist eine Voraussetzung für die Logopädie eine vom Arzt ausgestellte Heilmittelverordnung. In der Regel verordnet der Arzt 10 Therapieeinheiten pro Rezept. Nach jedem Rezept erhält der Arzt von dem Therapeuten einen Bericht, in dem der Stand der Therapie erläutert wird. Anhand der medizinischen Diagnostik, sowie der Rückmeldung des Therapeuten entscheidet der Arzt über die weiteren Maßnahmen bzw. über die Weiterverordnung der Therapie. Nach dem Ablauf jeder Verordnung wird neu über die Weiterführung der Therapie entschieden. Die Gesamtdauer der Therapie variiert je nach Störungsbild und Schweregrad der Störung. Manchmal sind auch Pausen in der Therapie sinnvoll.

Wer übernimmt die Kosten für eine logopädische Behandlung?

Logopädie ist als Heilmittel Bestandteil der medizinischen Grundversorgung! Bis zum 18. Lebensjahr werden die Kosten ohne Zuzahlung durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Nach Beendigung des 18. Lebensjahres entfällt ein Eigenanteil in Höhe von 10% des Rezeptwertes zzgl. 10 € Rezeptgebühr pro Verordnung (§ 61 SGB V). Der Eigenanteil entfällt, falls Sie von Ihrer Krankenkasse eine Befreiung von der Zuzahlung erhalten haben (z.B. Geringverdiener, chronisch Kranke).

Und wie ist das bei Privatpatienten?
Bei den privaten Krankenkassen gibt es oft Unterschiede – je nach Leistungstarif oder individuellem Versicherungsvertrag. Die Privatversicherten erhalten von uns zum Therapiebeginn einen Kostenvoranschlag zur Abklärung der Kostenübernahme mit der Versicherungsgesellschaft.

Wie oft findet die logopädische Behandlung statt?

Dies ist abhängig von dem vorliegenden Störungsbild. Die Behandlung findet in der Regel 1-2 Mal in der Woche, meist als Einzel-, manchmal auch als Gruppentherapie statt. Bei bestimmten Störungsbildern, wie z.B. Schlaganfall oder Stimmstörung, kann die Therapie auch mehrmals wöchentlich stattfinden. Je nach Störungsbild kann eine Therapieeinheit 30, 45 oder 60 Minuten dauern. Meistens beträgt die Behandlungszeit in der Einzeltherapie 45 Minuten.

Wie lange dauert eine Therapie?

Je nach Störungsbild kann eine Therapieeinheit 30, 45 oder 60 Minuten dauern. Meistens beträgt die Behandlungszeit in der Einzeltherapie 45 Minuten. Die Dauer der gesamten Therapie ist sehr unterschiedlich. Sie kann sich über wenige Sitzungen, bei komplexeren Störungsbildern aber auch über mehrere Jahre erstrecken.

Wo wird die Therapie durchgeführt?

Die ärztlicherseits verordnete logopädische Therapie wird grundsätzlich ambulant in der Praxis für Logopädie erbracht. Sie kann auch im Rahmen eines Hausbesuchs erfolgen, dies ist aber nur dann möglich, wenn der Arzt den medizinisch notwendigen Hausbesuch verordnet hat. Die Therapeuten unserer Praxis arbeiten außerdem als Kooperationspraxis im Kreiskrankenhaus Schrobenhausen.

Unabhängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind, ist eine Voraussetzung für die Logopädie eine vom Arzt ausgestellte Heilmittelverordnung. Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, darf die Verordnung höchstens 14 Tage vor dem Therapiebeginn ausgestellt worden sein.

Führen Sie auch Hausbesuche durch?

Ja, wir führen auch Hausbesuche durch.

Bei Bedarf und medizinischer Indikation tätigen wir auch Hausbesuche bei Ihnen zu Hause, im Seniorenheim oder im Pflegeheim. Behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder, die einen Integrationsstatus haben, können wir auch in integrativen Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen therapieren, wenn sie dort ganztags betreut sind. Die Indikation zum Hausbesuch muss von dem Arzt festgestellt und auf der Verordnung angekreuzt sein.

Wie läuft die Anmeldung ab?

Am besten ist es, uns telefonisch oder über unsere Mailadresse zu kontaktieren. Es besteht aber auch die Möglichkeit, direkt in die Praxis zu kommen, um sich bzw. Ihr Kind für eine logopädische Therapie anzumelden. Wir sind bemüht, Ihnen so schnell wie möglich einen passenden Termin anzubieten.

Gibt es eine Wartezeit für einen Therapieplatz?

Wir sind in jeder Hinsicht darum bemüht, die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten. Für einzelne Diagnostiktermine gibt es meistens nur kurze (2-4 Wochen) Wartezeiten. Auch für Vormittagstermine ist die Wartezeit deutlich kürzer als für nachmittags, wo die Nachfrage besonders groß ist. Je flexibler Sie in Ihrer Zeitgestaltung sind, desto schneller können Sie einen Therapieplatz bekommen.

Bei Erkrankungen, die aus medizinischer Sicht einen zeitnahen Therapiebeginn benötigen, bekommen Sie in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen einen Notfalltermin.

Was brauche ich für die erste Stunde?

Sie benötigen eine gültige ärztliche Verordnung (rosafarben, DinA4), die – bei gesetzlich Versicherten – nicht älter als 14 Tage sein darf. Bei privat versicherten PatientInnen besteht diese Frist nicht. Falls Sie über Arztberichte, Diagnosen und Berichte anderer Therapeuten oder Einrichtungen verfügen, bringen Sie diese bitte mit.

Was geschieht in der ersten Stunde?

Hier findet ein Erstgespräch, ein so genanntes Anamnesegespräch statt. Dabei haben Sie die Möglichkeit genau zu schildern, weshalb Sie zu uns kommen. Anschließend erfolgen eine gezielte logopädische Diagnostik sowie die Erstellung des Behandlungsplanes mit dem Therapieziel.

Sind die Eltern bei der Therapie dabei?

Bei der ersten Stunde sind die Eltern immer mit anwesend. Bei den meisten weiteren Therapieterminen verlassen die Eltern dann den Therapieraum und werden etwa fünf Minuten vor dem Therapieende wieder hereingeholt, um die Therapie und die häuslichen Übungen zu besprechen. Manche Kinder benötigen auch ein paar Therapien als „Übergangsfrist“, bevor sie sich von der Bezugsperson trennen können. Dies berücksichtigen wir selbstverständlich, in Absprache mit den Eltern. Es gibt auch Therapien, bei denen es wichtig ist, dass die Eltern während der Therapie anwesend sind. Die Notwendigkeit dafür wird individuell besprochen.

Was kann ich selbst zur Therapie beitragen?

Regelmäßige Therapietermine sind wichtig für den Therapieverlauf! Deshalb achten Sie bitte darauf, dass Sie keine anderen Termine für die Zeit vereinbaren, in der normalerweise die logopädische Therapie stattfindet.

Ein Üben der Therapieinhalte im häuslichen Rahmen unterstützt die Behandlung und ist für den Therapieerfolg wichtig!
Sie werden über den Therapieverlauf informiert und bekommen in der Regel für sich oder Ihr Kind nach jeder Stunde Übungsbereiche genannt, meist auch in schriftlicher Form, die sie zu Hause üben sollten.

Ist die Praxis mit dem Rollstuhl erreichbar?

Ja, wir haben einen Aufzug und auch eine behindertengerechte Toilette. Die Haustüren sind nicht selbstöffnend. Falls Sie ohne eine Begleitperson zu uns in die Praxis kommen, informieren Sie uns bitte vorher telefonisch, damit wir Ihnen behilflich sein können.

Haben Sie weitere Fragen?

Sollte Ihre Frage hier nicht beantwortet worden sein, stehen wir Ihnen gerne zur weiteren Beratung zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail von groß und klein!